Attentat Villach: Dank des Landes an alle, die im Einsatz standen und geholfen haben

Mit einer Schweigeminute für die Opfer des Attentats von Villach hat heute, Dienstag, die Sitzung der Kärntner Landesregierung begonnen. Landeshauptmann Peter Kaiser, LHStv. Martin Gruber und LR.in Beate Prettner dankten im anschließenden Pressefoyer zum wiederholten Mal allen, die zur Bewältigung dieses schlimmen Ereignisses im Einsatz standen sowie allen, die geholfen haben. Der Landeshauptmann schloss in seinen Dank auch jenen Syrer mit ein, der durch sein Eingreifen noch Schlimmeres verhindert hat. Kaiser und Gruber äußerten sich auch zum verlangten Sonderlandtag, der am Donnerstag stattfinden soll. Sie stellten klar, dass bezüglich rechtlicher Maßnahmen alleine der Bund zuständig sei und Kärnten nur darauf aufbauend einzelne regionale Maßnahmen setzen könne.
 
Kaiser hob hervor, dass sich die Kärntner Landesregierung direkt nach dem Attentat in enger Abstimmung mit dem zuständigen Innenministerium befunden habe. Die Bedrohung durch den islamistischen Terror sei eine Situation, der sich Europa gemeinsam stellen müsse. Die neue Bundesregierung werde entsprechende rechtliche Maßnahmen setzen müssen.

„Aber auch wir auf Landesebene werden alles tun, was wir in unserem Bereich an Integrationsmaßnahmen umsetzen können.“

Kaiser sprach hier mögliche Integrationsverträge an. Weiters ging er auf sein Gespräch mit dem Präsidenten der Islamischen Glaubensgemeinschaft Österreichs am vergangenen Freitag ein. Dieser habe ihm klar zugesichert, dass auch er das Attentat aufs Schärfste verurteile und dass in Österreich ein friedlicher Islam gelebt werde. Zum Thema Asylobergrenze sagte Kaiser, dass diese nur umsetzbar sei, wenn alle entsprechenden Indikatoren auf Bundes- und EU-Ebene eingehalten werden.
 
Für Gruber stellt das Attentat in Villach eine Zäsur im Alltag dar. Es habe starke Emotionen und Reaktionen in der Kärntner Bevölkerung ausgelöst.
„Wir müssen alles tun, um den Menschen wieder ein Gefühl der Sicherheit zu geben.“ Entsprechende Maßnahmen seien beim Sicherheitsgipfel vergangene Woche besprochen worden. „Wir müssen festlegen, wo wir schärfer werden müssen, um solche Anschläge möglichst zu verhindern“, so Gruber. Für die digitale Überwachung, insbesondere von Messenger-Diensten, und auch die Nachschau in Privatunterkünften von Asylberechtigten müssen gesetzliche Grundlagen geschaffen werden – auch ohne entsprechenden Anlass. „Und, wir müssen auf europäischer Ebene über ein Verbot von Plattformen diskutieren, auf denen Radikalisierung stattfindet.“
 
Prettner sprach allen Einsatzkräften Dank für das entschlossene Handeln aus, aber auch allen Menschen, die Erste Hilfe geleistet und Zivilcourage bewiesen haben. Die Verletzten seien von den Rettungsdiensten und den Teams in den Kabeg-Spitälern sehr gut behandelt worden.
 

Politische Laufbahn

07.10.2019

Landeshauptmann- Stellvertreterin Dr.in Beate Prettner

BILDUNGSWEG

  • 1971 – 1975: Volksschule in Maria Gail
  • 1975 – 1983: Bundesgymnasium Villach St. Martinerstraße
  • 1983 – 1990: Medizinstudium in Wien
  • 1990 : Promotion zum Doktor der gesamten Heilkunde an der Alma Mater Rudolfina

BERUFLICHER WERDEGANG

  • 1990 : Turnusausbildung am LKH Klagenfurt
  • 1996 – 1998 : Praktische Ärztin in der Privatklinik Villach
  • 1998 : Facharztausbildung Geburtshilfe und Gynäkologie am LKH Klagenfurt
  • ab 2004 : Wohnsitzarzt als Gynäkologin
  • 2006 – 2010 : Oberärztin Gynäkologie am LKH Klagenfurt (Teilzeit)

POLITISCHER WERDEGANG

  • 31. 3. 2004 – 12. 4. 2010: Abgeordnete zum Kärntner Landtag
  • seit 12. 4. 2010 : Landesrätin
  • seit 28. 3. 2013 : Erste Landeshauptmann-Stellvertreterin

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Privat

07.10.2019

  • Geboren am 16. 4. 1965 in Klagenfurt
  • Mutter von drei wunderbaren Töchtern
  • Hobbys: Wandern, sportliche Aktivitäten in der Natur und kulturelle Veranstaltungen gemeinsam mit den Töchtern

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Lebenslauf