Finanzierung des Checkpoint sexuelle Gesundheit bis 2029 gesichert

Die Kärntner Landesregierung hat in ihrer heutigen Sitzung die Finanzierung des Checkpoint sexuelle Gesundheit für die Jahre 2027 bis 2029 beschlossen. Mit der neuen Dreijahresvereinbarung stellt das Land Kärnten jährlich rund 274.500 Euro für Beratungs-, Präventions- und Testangebote zur Verfügung. Damit werden die laufende Arbeit der Einrichtung abgesichert, Planungssicherheit für das Team geschaffen und die kontinuierliche Weiterentwicklung des Angebots ermöglicht.

„Mit dieser Vereinbarung schaffen wir eine verlässliche Grundlage für die kommenden drei Jahre. Sexuelle Gesundheit ist ein wesentlicher Bestandteil der öffentlichen Gesundheitsversorgung und braucht niederschwellige, professionelle Angebote, die Menschen ohne Angst vor Stigmatisierung in Anspruch nehmen können. Prävention und Aufklärung sind entscheidende Bausteine, um Infektionen frühzeitig zu erkennen und ihre Ausbreitung wirksam einzudämmen“,

betont Gesundheitslandesrätin Beate Prettner.
Sexuell übertragbare Infektionen nehmen österreichweit und international zu. Dies betrifft insbesondere Syphilis, Gonorrhoe und Chlamydien. Der Checkpoint sexuelle Gesundheit – vormals Aidshilfe Kärnten – leistet seit mehr als 30 Jahren unverzichtbare Arbeit in den Bereichen Beratung, Testung, Prävention und psychosoziale Begleitung. 
Wie groß der Bedarf ist, zeigen die Zahlen aus dem Jahr 2025: Rund 2.500 Beratungen, 3.667 Testungen und 303 Schulworkshops wurden durchgeführt. Darüber hinaus bietet der Checkpoint die Prä-Expositions-Prophylaxe (PrEP) an – eine medikamentöse Vorsorgemaßnahme zum Schutz vor einer HIV-Infektion für Menschen mit erhöhtem Risiko. 

„Diese Zahlen zeigen deutlich, dass das Angebot angenommen wird und Vertrauen schafft. Entscheidend ist: Je früher Infektionen erkannt werden, desto besser sind die Behandlungsmöglichkeiten und desto wirksamer können weitere Übertragungen verhindert werden. Prävention schützt damit nicht nur den Einzelnen, sondern die Gesundheit der gesamten Bevölkerung“,

so Prettner.
Ein weiterer wichtiger Schritt ist die Weiterentwicklung des Checkpoint zu einem medizinischen Behandlungszentrum für sexuell übertragbare Erkrankungen. Seit 1. Juli 2026 greifen Beratung, Testung, Diagnostik und Therapie noch enger ineinander und sorgen für eine umfassende Versorgung aus einer Hand.

„Unser Ziel ist klar: Hilfe soll früh, unkompliziert und ohne Angst vor Stigmatisierung erreichbar sein. Mit der Finanzierung sichern wir nicht nur ein bewährtes Angebot, sondern investieren auch in dessen Weiterentwicklung. Mein herzlicher Dank gilt dem gesamten Team des Checkpoint sexuelle Gesundheit für die fachlich hochwertige, engagierte und oft auch sehr sensible Arbeit. Mit dieser Vereinbarung setzen wir ein klares Zeichen für Prävention, Versorgungssicherheit und einen respektvollen Umgang mit sexueller Gesundheit“,

so Prettner abschließend.
Quelle: LPD Kärnten

Politische Laufbahn

07.10.2019

Landeshauptmann- Stellvertreterin Dr.in Beate Prettner

BILDUNGSWEG

  • 1971 – 1975: Volksschule in Maria Gail
  • 1975 – 1983: Bundesgymnasium Villach St. Martinerstraße
  • 1983 – 1990: Medizinstudium in Wien
  • 1990 : Promotion zum Doktor der gesamten Heilkunde an der Alma Mater Rudolfina

BERUFLICHER WERDEGANG

  • 1990 : Turnusausbildung am LKH Klagenfurt
  • 1996 – 1998 : Praktische Ärztin in der Privatklinik Villach
  • 1998 : Facharztausbildung Geburtshilfe und Gynäkologie am LKH Klagenfurt
  • ab 2004 : Wohnsitzarzt als Gynäkologin
  • 2006 – 2010 : Oberärztin Gynäkologie am LKH Klagenfurt (Teilzeit)

POLITISCHER WERDEGANG

  • 31. 3. 2004 – 12. 4. 2010: Abgeordnete zum Kärntner Landtag
  • seit 12. 4. 2010 : Landesrätin
  • seit 28. 3. 2013 : Erste Landeshauptmann-Stellvertreterin

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Privat

07.10.2019

  • Geboren am 16. 4. 1965 in Klagenfurt
  • Mutter von drei wunderbaren Töchtern
  • Hobbys: Wandern, sportliche Aktivitäten in der Natur und kulturelle Veranstaltungen gemeinsam mit den Töchtern

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Lebenslauf