Führungswechsel bei den Villacher Fernmeldern

Im Rahmen eines feierlichen Festaktes in der Lutschounig-Kaserne in Villach wurde heute, Freitag (20. März 2026), die Leitung des Führungsunterstützungsbataillon 1 offiziell übergeben. Die Kommando-Verantwortung geht von Oberst Ernst Berthold auf den Oberst des Generalstabsdienstes Alexander Treiblmaier über. Der militärische Akt wurde durch Brigadier Christof Tatschl vom Bundesministerium für Landesverteidigung vorgenommen. An der Zeremonie nahmen auch LHStv. Martin Gruber und Landesrätin Beate Prettner teil, die damit die enge Verbundenheit des Landes Kärnten mit dem Bundesheer und dem Standort Villach unterstrichen.

Wechsel nach zwölf Jahren

Mit dem Wechsel an der Spitze endet für Oberst Berthold eine mehr als zwölfjährige Amtszeit, die mit seinem Übertritt in den Ruhestand ihren Abschluss bildet.

„Eine Kommandoübergabe ist im militärischen Leben ein sehr besonderes Ereignis. Es ist ein Tag des Rückblicks, des Dankes, aber auch ein Tag des Aufbruchs und des Blicks nach vorne“,

sagte LHStv. Martin Gruber.

„Seit September 2014 hat Oberst Ernst Berthold die Lutschounig-Kaserne mit Besonnenheit, Fachkompetenz und großem Format geführt. Er hat tausende junge Männer zu Soldaten ausgebildet und maßgeblich dafür gesorgt, dass sich das Führungsunterstützungsbataillon 1 mit den Herausforderungen der Zeit entsprechend entwickelt. Dafür möchte ich ihm im Namen des Landes und auch ganz persönlich meinen Dank aussprechen“,

so Gruber.
Quelle: LPD Kärnten
Dem neuen Kommandanten, Oberst Alexander Treiblmaier, wünschte Gruber eine ruhige Hand bei seinen Entscheidungen und den notwendigen Weitblick, um das Führungsunterstützungsbataillon 1 in eine gute Zukunft zu führen.

„Sie übernehmen eine Kommandoaufgabe in einer Zeit großer Herausforderungen. Ich bin mir bewusst, dass das keine leichte Aufgabe ist. Gerade deshalb kann ich Ihnen versichern: Das Land Kärnten steht fest hinter dem Bundesheer und seinen Soldaten. Wir werden die bewährte Partnerschaft auch unter Ihrer Führung nahtlos fortsetzen“,

sagte der Landeshauptmann-Stellvertreter.

Enge Zusammenarbeit

„Gerade in weltpolitisch herausfordernden Zeiten ist das Bundesheer ein unverzichtbarer Garant für Sicherheit, Stabilität und Hilfe. In Kärnten zeigt sich die enge Zusammenarbeit von Bundesheer, Gesellschaft und Politik besonders in der Katastrophenhilfe. Auch die von Landeshauptmann Peter Kaiser initiierten Sicherheitsgipfel unterstreichen das Bundesheer als verantwortungsvollen und verlässlichen Partner. Dem neuen Kommandanten wünsche ich viel Erfolg und Kraft für seine verantwortungsvolle Aufgabe“,

gratulierte Landesrätin Beate Prettner.
Dem scheidenden Kommandanten wünschte Prettner „manöverfreie Tage nach all den Jahren, Zeit für die Familie und Leidenschaften wie die Klarinette sowie viel Freude im neuen Lebensabschnitt“.

Ernst Berthold

Oberst Ernst Berthold prägte die „Villacher Fernmelder“ seit 2014 maßgeblich und führte sie durch zahlreiche nationale und internationale Übungen. Sie gelten als hochspezialisierter Verband, der – gemeinsam mit dem Schwesterbataillon in Salzburg – eine tragende Rolle für die Kommunikations- und Führungsfähigkeit des Österreichischen Bundesheeres einnimmt. Ihre Fähigkeit, auch unter schwierigsten Bedingungen verlässliche Verbindungen bei Auslandseinsätzen herzustellen, ist für die Einsatzbereitschaft der Streitkräfte von zentraler Bedeutung.

Alexander Treiblmaier

Mit Oberst Alexander Treiblmaier übernimmt ein ausgewiesener Experte für Informations- und Kommunikationstechnologien sowie Cyber- und elektronische Kampfführung das Kommando. Der aus Niederösterreich stammende Offizier war zuletzt in leitenden Ausbildungs- und Forschungsfunktionen tätig, u. a. an der Theresianischen Militärakademie und an der Führungsunterstützungsschule in Wien.
Musikalisch begleitet wurde der Festakt von der Militärmusik Kärnten unter der Leitung von Oberst Dietmar Pranter, die der Kommandoübergabe einen würdigen Rahmen verlieh.

Politische Laufbahn

07.10.2019

Landeshauptmann- Stellvertreterin Dr.in Beate Prettner

BILDUNGSWEG

  • 1971 – 1975: Volksschule in Maria Gail
  • 1975 – 1983: Bundesgymnasium Villach St. Martinerstraße
  • 1983 – 1990: Medizinstudium in Wien
  • 1990 : Promotion zum Doktor der gesamten Heilkunde an der Alma Mater Rudolfina

BERUFLICHER WERDEGANG

  • 1990 : Turnusausbildung am LKH Klagenfurt
  • 1996 – 1998 : Praktische Ärztin in der Privatklinik Villach
  • 1998 : Facharztausbildung Geburtshilfe und Gynäkologie am LKH Klagenfurt
  • ab 2004 : Wohnsitzarzt als Gynäkologin
  • 2006 – 2010 : Oberärztin Gynäkologie am LKH Klagenfurt (Teilzeit)

POLITISCHER WERDEGANG

  • 31. 3. 2004 – 12. 4. 2010: Abgeordnete zum Kärntner Landtag
  • seit 12. 4. 2010 : Landesrätin
  • seit 28. 3. 2013 : Erste Landeshauptmann-Stellvertreterin

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Privat

07.10.2019

  • Geboren am 16. 4. 1965 in Klagenfurt
  • Mutter von drei wunderbaren Töchtern
  • Hobbys: Wandern, sportliche Aktivitäten in der Natur und kulturelle Veranstaltungen gemeinsam mit den Töchtern

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Lebenslauf