Interventionelle Radiologie: Informationen zum Status quo
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Die Interventionelle Radiologie am Klinikum Klagenfurt langfristig abzusichern, hat oberste Priorität. Im Rahmen des heutigen Informationsgesprächs im Gesundheitsausschuss des Kärntner Landtages informierten Gesundheitslandesrätin Beate Prettner und die KABEG-Führung über den Status quo und die nächsten Schritte. Die weitere Entwicklung basiert auf drei Säulen: der unmittelbaren Sicherstellung der Versorgung, dem Aufbau eines stabilen Teams und der langfristigen Ausbildung eigener Fachkräfte.
Neuaufstellung
Kurzfristig wird die Einheit für Interventionelle Radiologie mit 1. Oktober neu aufgestellt: Die Leitung übernimmt ein Arzt aus dem bestehenden Team, der weiterhin für die KABEG tätig sein wird. Er ist bereits mit dem Aufbau des neuen Teams befasst. Auch ein weiterer Arzt aus dem bestehenden Team wird weiterhin in der Interventionellen Radiologie tätig sein.
Parallel dazu läuft die gezielte Rekrutierung weiterer interventioneller Radiologinnen und Radiologen. Dabei werden auch externe Spezialistinnen und Spezialisten angesprochen, um insbesondere die Rufbereitschaften wieder zunehmend aus eigener Kraft abdecken zu können. Gespräche dazu laufen auf Hochtouren.
„Unser Ziel war und ist ganz klar: Die Interventionelle Radiologie gehört an das Klinikum Klagenfurt und soll hier auch langfristig eine starke Zukunft haben. Es wurden konkrete Schritte gesetzt, um dieses Ziel abzusichern. Besonders freut mich, dass wir Ärzten aus dem bestehenden Team auf vorhandene Expertise aufbauen können“,
sagt Gesundheitslandesrätin Beate Prettner.
Wichtiger Schwerpunkt: Ausbildung!
Ein wesentlicher Baustein für die langfristige Absicherung ist die Ausbildung. Dafür stehen bereits Kolleginnen bzw. Kollegen zur Verfügung, die entsprechend aufgebaut und qualifiziert werden sollen. Damit wird gleichzeitig der Grundstein für die nächste Generation an interventionellen Radiologinnen und Radiologen gelegt.
„Wir wollen die Expertise, die in der Interventionellen Radiologie in Klagenfurt vorhanden ist, bestmöglich nutzen und gleichzeitig neue, erweiterte personelle Ressourcen aufbauen. Das ist kein kurzfristiges Reparieren, sondern ein schrittweiser Aufbau mit einer klaren Perspektive“,
betont der stellvertretende KABEG-Vorstand Manfred Ferch.
Zero-Gravity-System ab Freitag einsatzbereit
Ein weiterer konkreter Schritt zur Stärkung der Interventionellen Radiologie ist die ohnehin geplante und derzeit laufende Installation des Zero-Gravity-Systems, das die Radiologen bei interventionellen Eingriffen körperlich entlasten soll. Das System ist ab Freitag einsatzbereit.
Organisationsentwicklung
Um künftig Missverständnisse zu vermeiden, werden die Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten innerhalb der Interventionellen Radiologie nochmals klar definiert. Wesentliche Punkte sind die Ausbildung sowie die personelle Ausstattung. Diese soll mittelfristig um einen weiteren Oberarzt erhöht werden.
Ausbildungskooperation mit Villach forcieren
Im Sinne des Verbund-Gedankens wird ein interventioneller Radiologe aus dem Klinikum Villach zwei reguläre Dienste in der Woche und vier Nachtdienste im Monat versehen und die Ausbildungskooperation zwischen dem Klinikum Klagenfurt und dem Klinikum Villach verstärkt. Dadurch profitiert man letztendlich wechselseitig.
Gesundheitsversorgung als Region denken
Auch die Kooperation mit dem LKH-Universitätsklinikum Graz bleibt ein wichtiger Bestandteil der Versorgungssicherheit.
„Wir denken die Gesundheitsversorgung im Süden in einer Region – das ist auch gelebte Praxis. Die Zusammenarbeit mit der Steiermark funktioniert sehr gut und ist keine Einbahnstraße. Kärnten und die Steiermark unterstützen einander, wenn hoch spezialisierte Leistungen notwendig sind. Dafür bin ich den Kolleginnen und Kollegen in Graz sehr dankbar“,
so Prettner.
Die Kooperation mit Graz ist dabei ausdrücklich als Backup und Übergangslösung gedacht. Der Dienstplan für Oktober wird derzeit durch den neuen Leiter der Einheit erstellt. Ziel ist, die personelle Abdeckung Schritt für Schritt wieder zu erweitern und die Rufbereitschaften künftig wieder vollständig mit dem eigenen Team sicherzustellen.
„Wir haben eine klare Perspektive: kurzfristig die Versorgung absichern, mittelfristig ein stabiles Team aufbauen und langfristig durch Ausbildung die eigene Expertise sichern. Genau daran arbeiten wir gemeinsam“,