24. September 2026
Interventionelle Radiologie: Versorgung gesichert, eigenes Team wird gestärkt
Die Zukunft der interventionellen Radiologie am Klinikum Klagenfurt stand heute im Mittelpunkt eines Informationsaustauschs im Gesundheitsausschuss des Kärntner Landtags. Gesundheitslandesrätin Beate Prettner und die KABEG-Führung berichteten über die aktuelle Versorgung und die nächsten Schritte. Der Plan beruht auf drei Säulen: die Versorgung unmittelbar absichern, ein stabiles Team aufbauen und eigene Fachkräfte ausbilden.
Graz unterstützt, wenn eine Rufbereitschaft nicht besetzt ist
Die interventionell-radiologische Versorgung in Klagenfurt ist weiterhin gesichert. Die Kooperation mit dem LKH-Universitätsklinikum Graz kommt dann zum Einsatz, wenn außerhalb der Kernzeit ein Akutfall auftritt und keine Rufbereitschaft besetzt ist. Bislang war das zweimal notwendig. Beide Patientinnen beziehungsweise Patienten wurden direkt nach Graz gebracht und dort erfolgreich behandelt.
„Von einer Versorgungslücke kann also keinesfalls die Rede sein. Aber natürlich muss das Ziel lauten, versorgungsmäßig wieder zu 100 Prozent auf eigenen Beinen zu stehen“,
sagt die Vorsitzende des Gesundheitsausschusses, SPÖ-Landtagsabgeordnete Ruth Feistritzer. Die Zusammenarbeit mit der Steiermark sei eine wichtige Absicherung, während die Rufbereitschaften in Kärnten wieder vollständig aufgebaut werden.
Neuaufstellung ab Oktober
Mit 1. Oktober wird die Einheit für interventionelle Radiologie neu aufgestellt. Ein Arzt aus dem bestehenden Team übernimmt die Leitung und arbeitet bereits am Aufbau des Teams. Auch ein weiterer Arzt aus dem bisherigen Team bleibt in der interventionellen Radiologie tätig. Parallel dazu führt die KABEG Gespräche mit weiteren Fachärztinnen und Fachärzten, um insbesondere die Rufbereitschaften wieder zunehmend selbst abzudecken. Zusätzliche Unterstützung kommt aus dem Klinikum Villach: Ein interventioneller Radiologe wird künftig zwei reguläre Dienste pro Woche und vier Nachtdienste im Monat in Klagenfurt übernehmen. Zugleich wird die Ausbildungskooperation zwischen den beiden Kliniken verstärkt. Mittelfristig soll die personelle Ausstattung um einen weiteren Oberarzt erhöht werden. Für die langfristige Ausbildung stehen bereits Kolleginnen und Kollegen zur Verfügung, die entsprechend qualifiziert werden sollen.
„Die Interventionelle Radiologie gehört an das Klinikum Klagenfurt und soll hier auch langfristig eine starke Zukunft haben“,
betont Gesundheitslandesrätin Beate Prettner. Der neue Leiter erstellt derzeit den Dienstplan für Oktober. Ziel bleibt, die Rufbereitschaften Schritt für Schritt wieder vollständig mit dem eigenen Team sicherzustellen.
Sachlichkeit hilft bei der Lösung
Für Feistritzer zeigt der Informationsaustausch, dass die Herausforderungen offen benannt und konkrete Maßnahmen gesetzt werden. Sie mahnt zugleich zu einem verantwortungsvollen Umgang mit dem Thema: „Politische Skandalisierung“ verunsichere Patientinnen und Patienten und erschwere die Suche nach Lösungen. Entscheidend sei jetzt, den Teamaufbau voranzutreiben und die Versorgung dauerhaft abzusichern.