Mittel für Lehrpraxen in Allgemeinmedizin gesichert

Die Kärntner Landesregierung hat heute (15. Juli 2025) grünes Licht für die Fortführung von Lehrpraxen in der Allgemeinmedizin gegeben. Damit wird ein zentrales Element in der medizinischen Ausbildung gestärkt – und gleichzeitig ein nachhaltiger Beitrag zur langfristigen Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung im Bundesland geleistet.

„Eine zentrale Säule der reformierten Ausbildung von Ärztinnen und Ärzten ist die verpflichtende Lehrpraxis im Anschluss an den Spitalsturnus. Diese dauert aktuell sechs Monate und wird direkt in einer Ordination für Allgemeinmedizin absolviert“,

erläutert Gesundheitslandesrätin Beate Prettner.

„Die angehenden Ärztinnen und Ärzte arbeiten während dieser Zeit im Durchschnitt 30 Stunden pro Woche an vier Tagen in der Lehrpraxis, was die Turnusausbildung qualitativ aufwerten soll. Das entspricht einem Beschäftigungsausmaß von 75 Prozent. Durchschnittlich können außerdem drei abteilungsübliche Dienste pro Monat im Stammkrankenhaus absolviert werden, dieses Dienstverhältnis bleibt also bestehen.“

Finanzierung österreichweit einheitlich

Vor einigen Jahren wurde ein bundesweit einheitlicher Finanzierungsrahmen für die Lehrpraxiszeit geschaffen.
Prettner:

„Der österreichweit einheitliche Kostenaufteilungsschlüssel schafft Planungssicherheit für alle Beteiligten.“

Dieser sieht für 2025 vor: 25 Prozent der Kosten trägt der Bund, 25 Prozent übernimmt die Sozialversicherung, 25 Prozent das jeweilige Bundesland und 25 Prozent sind vom Lehrpraxis-Inhaber bzw. -Inhaberin selbst aufzubringen. Dieser Schlüssel reduziert sich in den kommenden Jahren zugunsten der öffentlichen Hand. Für Kärnten bedeutet das im heurigen Jahr: Bei durchschnittlichen Lohnkosten ergibt sich pro Ausbildungsplatz ein Landesanteil von rund 12.500 Euro. Geht man von einer Vollauslastung der jährlich 28 geplanten Stellen aus, liegt der Gesamtaufwand des Landes bei etwa 350.000 Euro.

„Mit dieser Summe investieren wir gezielt in die ärztliche Versorgung von morgen – und sorgen dafür, dass junge Ärztinnen und Ärzte frühzeitig Erfahrungen im niedergelassenen Bereich sammeln“,

sagt Prettner.

Stärkung der Allgemeinmedizin-Ausbildung

Durch die verpflichtende Lehrpraxis soll die Allgemeinmedizin-Ausbildung gezielt gestärkt werden.

„Wir schaffen damit nicht nur einen besseren Ausbildungsweg, sondern machen die Allgemeinmedizin auch als Berufsfeld attraktiver. Gerade für den ländlichen Raum ist das essenziell“,

betont Prettner abschließend.
Quelle: LPD Kärnten

Politische Laufbahn

07.10.2019

Landeshauptmann- Stellvertreterin Dr.in Beate Prettner

BILDUNGSWEG

  • 1971 – 1975: Volksschule in Maria Gail
  • 1975 – 1983: Bundesgymnasium Villach St. Martinerstraße
  • 1983 – 1990: Medizinstudium in Wien
  • 1990 : Promotion zum Doktor der gesamten Heilkunde an der Alma Mater Rudolfina

BERUFLICHER WERDEGANG

  • 1990 : Turnusausbildung am LKH Klagenfurt
  • 1996 – 1998 : Praktische Ärztin in der Privatklinik Villach
  • 1998 : Facharztausbildung Geburtshilfe und Gynäkologie am LKH Klagenfurt
  • ab 2004 : Wohnsitzarzt als Gynäkologin
  • 2006 – 2010 : Oberärztin Gynäkologie am LKH Klagenfurt (Teilzeit)

POLITISCHER WERDEGANG

  • 31. 3. 2004 – 12. 4. 2010: Abgeordnete zum Kärntner Landtag
  • seit 12. 4. 2010 : Landesrätin
  • seit 28. 3. 2013 : Erste Landeshauptmann-Stellvertreterin

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Privat

07.10.2019

  • Geboren am 16. 4. 1965 in Klagenfurt
  • Mutter von drei wunderbaren Töchtern
  • Hobbys: Wandern, sportliche Aktivitäten in der Natur und kulturelle Veranstaltungen gemeinsam mit den Töchtern

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Lebenslauf