Nur ein Viertel der Kärntner Bauarbeiter profitiert von „Hitzefrei-Regelung“

Kärnten und Österreich steuern auf die nächste Rekordhitze-Welle zu – mit zum Teil massiven Auswirkungen auf die Gesundheit.

„Besonders anfällig sind ältere Menschen und Kinder – aber wir dürfen auch nicht auf jene Menschen vergessen, die im Freien körperlich schwerer Arbeit nachgehen müssen, besonders die Bauarbeiter“,

warnen Arbeitsmarktreferent Landeshauptmann Daniel Fellner und Gesundheitsreferentin LR.in Beate Prettner.

„Das Herz-Kreislauf-System gerät unter schwere, teils lebensbedrohliche Belastung. Extreme Hitze ist die tödlichste aller Wettergefahren. Es darf bei diesem Thema kein Unterschätzen und kein Zögern geben – der Schutz der hart arbeitenden Menschen auf unseren Baustellen muss oberste Priorität haben“,

betonen Fellner und Prettner.

Vor Ort ein Bild gemacht

Sie haben sich heute, Montag, vor Ort, auf Baustellen in Kärnten, gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten und ÖGB-Regionalvorsitzenden Armin Geißler ein Bild gemacht. In Österreich gibt es die auf Freiwilligkeit basierende „Hitzefrei-Regelung“ am Bau ab einer Temperatur von 32,5 Grad.

„Wir haben uns nun die Zahlen genau angesehen: Nur knapp 25 Prozent der 11.900 beschäftigten Bauarbeiter in Kärnten profitieren von der Maßnahme. Im Umkehrschluss bedeutet das: Drei Viertel der Bauarbeiter müssen auch bei brütender Hitze schwere körperliche Arbeiten auf Baustellen verrichten“,

so der Landeshauptmann. Seitens des ÖGB erklären Landesvorsitzender Rene Willegger und Armin Geissler:

„Niemand arbeitet freiwillig bei diesen Temperaturen. Wenn Extremwerte erreicht werden, geht es nicht um Komfort, sondern um Gesundheitsschutz. Schutz vor Hitze ist keine Ausnahme, sondern ein Recht.“

Gemeinsam mit LH Fellner und Gesundheitsreferentin Prettner appellieren sie an die 832 Baubetriebe, von der freiwilligen Hitzefrei-Regelung unbedingt Gebrauch zu machen:

„Wenn man angesichts dieser Extremtemperaturen diese Maßnahme nicht nutzt, wann dann?“

Politische Laufbahn

07.10.2019

Landeshauptmann- Stellvertreterin Dr.in Beate Prettner

BILDUNGSWEG

  • 1971 – 1975: Volksschule in Maria Gail
  • 1975 – 1983: Bundesgymnasium Villach St. Martinerstraße
  • 1983 – 1990: Medizinstudium in Wien
  • 1990 : Promotion zum Doktor der gesamten Heilkunde an der Alma Mater Rudolfina

BERUFLICHER WERDEGANG

  • 1990 : Turnusausbildung am LKH Klagenfurt
  • 1996 – 1998 : Praktische Ärztin in der Privatklinik Villach
  • 1998 : Facharztausbildung Geburtshilfe und Gynäkologie am LKH Klagenfurt
  • ab 2004 : Wohnsitzarzt als Gynäkologin
  • 2006 – 2010 : Oberärztin Gynäkologie am LKH Klagenfurt (Teilzeit)

POLITISCHER WERDEGANG

  • 31. 3. 2004 – 12. 4. 2010: Abgeordnete zum Kärntner Landtag
  • seit 12. 4. 2010 : Landesrätin
  • seit 28. 3. 2013 : Erste Landeshauptmann-Stellvertreterin

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Privat

07.10.2019

  • Geboren am 16. 4. 1965 in Klagenfurt
  • Mutter von drei wunderbaren Töchtern
  • Hobbys: Wandern, sportliche Aktivitäten in der Natur und kulturelle Veranstaltungen gemeinsam mit den Töchtern

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Lebenslauf