Persönliche Assistenz für Menschen mit psychischen Erkrankungen wird ausgeweitet

Niederschwellige Unterstützung im Alltag für Menschen mit psychischen Erkrankungen – z. B. im Haushalt, bei Behördenwegen, bei Arztterminen etc.: Seit dem Jahr 2022 fördert das Land Kärnten diese „Persönliche Assistenz für Menschen mit psychischen Erkrankungen“ über die gemeinnützige Organisation „BMKz Assistenz“ als Träger.

„Es handelt sich dabei um eine niederschwellige Ergänzung zu Therapie und Betreuung für Menschen, die an der Seele leiden. Und die Zahl der Menschen mit psychischen Erkrankungen steigt“,

so Gesundheitslandesrätin Beate Prettner.

Leistungsstunden aufgestockt

Dass der Bedarf groß ist und die Nachfrage weiter steigt, belegen folgende Zahlen: Für das Jahr 2025 betrug das durch das Land Kärnten geförderte Leistungskontingent 6.000 Stunden – und dieses war bereits im Spätsommer aufgebraucht bzw. zugeteilt. Für 43 Personen wurde die Persönliche Assistenz 2025 bewilligt – 2024 wurde sie von 19 Klientinnen und Klienten in Anspruch genommen.

„Aufgrund des steigenden Bedarfs stocken wir die Leistungsstunden in diesem Jahr auf 9.000 auf – also um 50 Prozent“,

informiert Prettner.
Dies wurde in der aktuellen Regierungssitzung beschlossen.
Damit geht auch eine Ausweitung der Vollzeit-Arbeitskräfte von 4,75 auf 6,16 einher. Die Kosten – es wird ein Betriebskostenzuschuss an BMKz ausgezahlt – steigen um 105.000 Euro auf 380.000 Euro im Jahr 2026.

„Gesundheitspolitisch sinnvoll“

„Diese Form der persönlichen Assistenz ist weit mehr als praktische Hilfe im Alltag – die ist ein zentraler Baustein der Prävention. Wenn Menschen mit psychischen Erkrankungen niederschwellig unterstützt werden, können Krisen abgefedert, stationäre Aufenthalte vermieden und Wiederaufnahmen deutlich reduziert werden. Genau hier setzt unser Projekt an: Es stabilisiert, entlastet und gibt Sicherheit im täglichen Leben. Das ist nicht nur menschlich geboten, sondern auch gesundheitspolitisch sinnvoll, weil wir damit langfristig das Versorgungssystem entlasten und den Betroffenen ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen“,

betont Prettner abschließend.
 
Quelle: LPD Kärnten

Politische Laufbahn

07.10.2019

Landeshauptmann- Stellvertreterin Dr.in Beate Prettner

BILDUNGSWEG

  • 1971 – 1975: Volksschule in Maria Gail
  • 1975 – 1983: Bundesgymnasium Villach St. Martinerstraße
  • 1983 – 1990: Medizinstudium in Wien
  • 1990 : Promotion zum Doktor der gesamten Heilkunde an der Alma Mater Rudolfina

BERUFLICHER WERDEGANG

  • 1990 : Turnusausbildung am LKH Klagenfurt
  • 1996 – 1998 : Praktische Ärztin in der Privatklinik Villach
  • 1998 : Facharztausbildung Geburtshilfe und Gynäkologie am LKH Klagenfurt
  • ab 2004 : Wohnsitzarzt als Gynäkologin
  • 2006 – 2010 : Oberärztin Gynäkologie am LKH Klagenfurt (Teilzeit)

POLITISCHER WERDEGANG

  • 31. 3. 2004 – 12. 4. 2010: Abgeordnete zum Kärntner Landtag
  • seit 12. 4. 2010 : Landesrätin
  • seit 28. 3. 2013 : Erste Landeshauptmann-Stellvertreterin

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Privat

07.10.2019

  • Geboren am 16. 4. 1965 in Klagenfurt
  • Mutter von drei wunderbaren Töchtern
  • Hobbys: Wandern, sportliche Aktivitäten in der Natur und kulturelle Veranstaltungen gemeinsam mit den Töchtern

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Lebenslauf